
Verden/Aller 1901
- Freiburg im Breisgau 1965
Am 20. Februar 1901 wird Hans Meyboden in Verden an der Aller geboren. In der Kunsthalle Bremen verbringt Meyboden schon in jungen Jahren seine Freizeit und kopiert dort, auf Anregung des Direktors Emil Waldmann, die alten Meister, "um ihnen auf die Schliche zu kommen". Der Vater versucht den Sohn zu einem Jura- oder Theologiestudium zu überreden. Meyboden hält jedoch hartnäckig an seiner Vorliebe für die Kunst fest. Bei einem Beratungsgespräch an der Kunstgewerbeschule in Hamburg empfiehlt man ihm, in die Malklasse zu Oskar Kokoschka nach Dresden zu gehen. Einen Ausweg aus der Kleinbürgerlichkeit und die Öffnung für einen neuen Weg, bedeutet für den Künstler die Begegnung mit Kokoschka. Aufenthalte in den USA, im Harz und wiederholt auf den Nordseeinseln in den Jahren zwischen 1923 und 1925 regen den Künstler jeweils intensiv zum Arbeiten an. Hans Meyboden verbringt ab 1925 zehn Jahre in Berlin. Meyboden setzt sich mit den Strömungen der Zeit auseinander, was für ihn zu einem Ringen um die Kunst wird. Erschwert wird dieses Ringen durch eine zunehmend instabile physische Konstitution. Auf Meyboden wird man durch die regelmäßige Teilnahme an den Ausstellungen der Preußischen Akademie der Künste aufmerksam, es stellen sich erste Erfolge ein. Da die Nationalsozialisten ein Ausstellungsverbot über ihn verhängen, sind diese Erfolge allerdings von kurzer Dauer. Schwer depressiv, mittellos und krank, findet ein Freund den Künstler 1935 in seinem Atelier und überredet ihn, mit nach Fischerhude bei Bremen zu kommen. Meyboden fühlt sich der norddeutschen Landschaft sehr verbunden und lebt in völliger Zurückgezogenheit. Die Mannheimer Kunsthalle entscheidet sich 1940, trotz des Ausstellungsverbots, für eine Meyboden-Ausstellung. Der Frankfurter Kunstverein und das Folkwang-Museum in Essen folgen. Als Tuberkulosekranker verbringt Meyboden die Jahre von 1944 bis 1946 in einer Heilstätte in Davos. Für Hans Meyboden beginnt mit seiner Rückkehr nach Deutschland eine neue Schaffensphase, deren Resultate ab 1948 in diversen Ausstellungen zu sehen sind. Meyboden wird 1956 an die Karlsruher Akademie berufen. Eine Operation im folgenden Jahr bringt endlich Heilung, der Künstler kann seine Arbeit wieder aufnehmen. Reisen nach Paris (1961) und in die Provence (1964) folgen. Hans Meyboden stirbt 1965 in Freiburg an einem Gehirnschlag. Sein Werk wird durch große Gedächtnisausstellungen in fünf Städten Deutschlands gewürdigen .